Eine Initiative von Geflüchteten in Berlin & der weißensee kunsthochschule

Aktuelle Projekte

im WS 2015/16

Mach mit!

Das Projekt

Berlin hat 3.407.614 Einwohner. 2014 werden 12.000 Geflüchtete hinzukommen.

Das sind etwa 6% der in Deutschland Asylsuchenden. Einige Berliner
meinen, dies seien zu viele. Wir nicht. Berlin wäre noch immer eine Kleinstadt
zwischen Spandau und Köpenick, wären nicht Franzosen, Niederländer, Polen,
Tschechen, Russen, Türken und Vietnamesen gekommen, um sich hier niederzulassen.
Diese vielfältigen kulturellen Wurzeln machen Berlin zur Weltstadt.
Berlin profitiert von Einwanderung.

Wir fragen uns: Wie können wir mit Zugewanderten und Geflüchteten zum beiderseitigen
Vorteil leben und arbeiten? Wie können wir uns eine gemeinsame Bereicherung sein?

Wir verfolgen inzwischen mehrere Projekte.

Wir arbeiten an einer Webplattform, mit der wir eine Übersicht über Projekte von und
mit Geflüchteten geben wollen. Die Nutzer_innen sollen die Möglichkeit haben,
direkt mit einander in Kontakt zu treten. Initiativen sollen sich untereinander koordinieren,
Mitstreiter finden, Ressourcen und Unterstützer suchen und finden können.
Neue Projekte können leichter initiiert und umgesetzt werden. Die Plattform soll einer möglichst
breiten Menge von Menschen zugänglich sein. Sie soll auch Menschen zur Teilnahme ermutigen,
die bisher nicht unmittelbar mit dem Thema Flucht und Migration zu tun hatten.

Mit dem Projekt seeGewohnheiten organisieren wir eine Veranstaltungsreihe mit Geflüchteten
Künstlern und Gestaltern für die Studenten der Kunsthochschule.In verschiedenen Formaten wie
Workshops, Screenings, Ausstellungen oder Gesprächsrunden werden den Studenten neue
Arbeitsweisen und Einblicke in den Schaffenskontext an anderen Orten und die Rolle,
die Kunst/Design in den dortigen sozialpolitischen Zusammenhängen spielt, vermittelt.
Die jungen Künstler und Designer geben Einblicke in ihr Schaffen, diskutieren gemeinsam
mit den Studierenden und vermitteln ihnen ihre Fähigkeiten und Sichtweisen.

Darüberhinaus sollen Geflüchtete und Asylsuchende die Möglichkeit haben
Hochschulveranstaltungen zu besuchen oder selbst durchzuführen, Werkstätten und
Knowhow der Kunsthochschule in Kooperation mit Studierenden zu nutzen.

Wir suchen Tischler, Studierende, Journalisten, Künstler, Übersetzer, Programmierer, Köche,
Kosmonauten und alle die Lust haben, gemeinsam mit uns die Stadt von morgen zu gestalten.

Wir sind keine Helfer. Und Geflüchtete sind keine Opfer.

Wir sind Berliner.

 

Deutschland diskutiert über eine neuen Willkommenskultur.
Wie soll man Menschen begegnen, die zu uns uns flüchten?

Wir sagen ihnen: Hallo. Wie geht’s? Wo kommst du her?
Was willst du machen? Was kannst du? Was brauchst du?
Was kann ich von dir lernen und was kann ich dir beibringen?

Als angehende Künstler und Designer wollen wir Deutschlands Kultur des Willkommens
gestalten. Zusammen mit Geflüchteten. Unsere Methode ist Co-Design. Das Format sind
Workshops, die wir gemeinsam an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee veranstalten wollen.
Geflüchtete sollen an der Hochschule – wenn sie es wollen und können – mit uns lernen
und lehren können. Gemeinsam nutzen wir Werkstätten und Know-How in Weißensee.

Co-Berliner

Mach mit bei uns!

Seit April 2015 gibt es den Bermuda Garten. Studierende der Kunsthochschule und Bewohner_innen der benachbarten Unterkunft betreiben zusammen einen Hochbeetgarten mit Grillwiese und Bauwagen. Der Garten befindet sich auf einer Brachfläche innerhalb eines Konglomerats von Bürostadt, Kunsthochschule, und Wohngebiet.
Das Ziel ist auch langfristig die altberliner Nachbarschaft zu integrieren. Eine ziemlich heterogene Gruppe. Vielleicht führt uns ja ein Coffeeshop im neuen Bauwagen zusammen? Oder vielleicht schmeckt den Altberlinern der frisch gezogene Sesam inmitten der Bürostadt Weißensee besonders gut? Vielleicht wird uns der Spirit der zu DDR-Zeiten auf dem Bermuda Garten ansässigen Schokoladenfabrik Glück bringen?

Im August hat k&b zusammen mit syrischen Künstler_innen und Aktivist_innen das Musikprojekt Pieces From Exile produziert. Es wurden 25 limitierte 12“ Vinyls und Tapes gemastert. Großformatige Booklets in arabisch/englisch und siebgedruckte Covers haben die Botschaften der Künstler_innen weitertragen, die wegen des Syrischen Bürgerkriegs ihre Heimat verlassen mussten. Alle Einnahmen aus den Verkäufen der Platten und der digitalen Downloads gehen zu 100% an die Syrische NGO The White Helmets. Die zivile Rettungsorganisation versorgt die Opfer von Fassbombenangriffen und fordert eine Flugverbotszone durch die Internationale Gemeinschaft.

Dazu laufen die Produktionen von zwei großen Vernetzungsprojekten weiter. Die k&b Webplattform für Projekte von und mit Geflüchteten und die App „Guide for Newberliner“. Die Webplattform existiert bereits als benutzbarer Prototyp. Entwickelt wurde sie von k&b zusammen mit dem Frauenstudiengang für Informatik und Wirtschaft der HTW. Fertiggestellt wird sie von Nawwar Mokayes, Entwickler in Müchen. Die App „Guide for Newberliner“ wird derzeit in Zusammenarbeit mit der NGO Citizens For Syria und Studierenden der Beuth Hochschule entwickelt.

Der Veranstaltungsreihe Bildergeschichten, bei der Asylsuchende und ihre Nachbar_innen gegenseitig mitgebrachte Fotos interpretierten und anschließend erklärt bekamen, wurde als aufwändig gedruckte Dokumentation produziert.

seeGewohnheiten geht im WS 2015/16 weiter mit einem Möbeldesign Workshop von cucula, zusammen mit Bewohner_innen der benachbarten Unterkunft.

Uns unterstützt die Rektorin der Rektorin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Leonie Baumann. Träger des Projekts ist die Mart-Stam-Gesellschaft, die Fördergesellschaft der Kunsthochschule. Inhaltlich und gestalterisch werden die Projekte von Prof. Barbara Junge und Prof. Steffen Schuhmann betreut.

Das Projekt wurde gefördert vom Lokalen Aktionsplan Weissensee / Heinersdorf (LAP) und von der Gesobau.

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Bist Du dabei?

Wir haben ein großes Netzwerk und feste Strukturen aufgebaut.
Jetzt suchen noch neue Mitstreiter_innen für die laufenden Projekte und für neue Ideen.

Ihr wollt Eure Stadt mitgestalten und euch das als Projekt anerkennen lassen?

Wir suchen Studierende ALLER Fachgebiete, die mit uns zusammenarbeiten wollen und dieses Seminar auch inhaltlich mitgestalten – es geht schließlich um partizipative Gestaltung, oder? ; )

Also los:

Schreib uns deine Fragen und Ideen.
Gerne treffen wir uns auch mit dir.

Kontakt aufnehmen

oder Projekte beobachten und Informationen von anderen Initiativen verfolgen:

k&b Projektplattform

Projektplattform

Die Webplattform für Projekte von und mit Geflüchteten soll die Vernetzung zwischen Geflüchteten, Migrant_innen, Initiativen, Aktivist_innen, Studierenden und engagierten Privatpersonen vereinfachen. Auf der Website kann jeder Projekte starten oder sich am Fachleute- oder Materialbedarf der Projekte effektiv beteiligen. 2 Tischler_innen mit Fachgebiet Möbelbau werden für den Bau eines Nachbarschaftscafés von Refugees gebraucht! Ich decke den Bedarf an Werkzeug um einen Schlagbohrer inklusive Bohraufsätzen und eine Flex für die geplante freie Siebdruckwerkstatt. Zusammen mit den später Beteiligten werden Funktionen und Abläufe getestet. Nachdem Studentinnen der HTW Berlin im Februar 2015 den Prototyp produziert haben, arbeitet Nawwar Mokayes seit August an der Fertigstellung der Plattform.

k&b Guide für Neu-Berliner

Guide für Neu-Berliner

Das Erste, was sich Neu-Berliner nach der Ankunft leisten, ist ein Smartphone, ein Laptop, ein Tablet, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben, sich weiterzubilden, Kontakte in der neuen Stadt zu knüpfen. Doch was erwartet mich als Neuankömmling in der neuen Stadt? Wie werde ich Mitglied in einem Sportverein? Wieviel Quadratmeter stehen mir in meiner Unterkunft zu? Wie benutzt man den Öffentlichen Nahverkehr? Wie komme ich an Arbeit? Bei der Entwicklung des Guides arbeitet k&b an diesen Fragen und den Antworten. Zusammen mit Bewohner_innen des Erstaufnahmelagers Motardstraße in Berlin-Spandau und mit Berliner_innen.

Ein Prototyp ist bereits erstellt. Zusammen mit Studierenden des Masterstudiengangs Medieninformatik an der Beuth Hochschule arbeitet k&b seit April 2015 an der Fertigstellung.

Gruppenbild k&b

Studieren für Geflüchtete

k&b entwickelt Abläufe, die das Studieren für Geflüchtete und Migrant_innen an der KHB etablieren soll. Zusammen mit der Hochschulverwaltung, den Professor_innen und den Studierenden soll es in Zukunft einen unbürokratischen Ablauf für die Aufnahme von interessierten geflüchteten Studierenden geben.

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Co-Design mit der neuen Nachbarschaft

In Zusammenarbeit mit der Asylunterkunft in der Rennbahnstraße in Weißensee wurden gestalterische Workshops zum Thema Nachbarschaft  initiiert. Zusammen mit Geflüchteten, Anwohner_innen und Initiativen wurde Nachbarschaft erforscht und ein Dialog eröffnet. Das Ergebnis ist das Veranstaltungskonzept Bildergeschichten, bei dem Asylsuchende und Berliner_innen gegenseitig mitgebrachte Fotos interpretieren. Anschließend werden die Geschichten zum Bild erzählt und diskutiert.

Bild: Nachbarschaftinitiative Wandlitz

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Bermuda Garten

Zwischen Kunsthochschule, Flüchtlingsunterkunft und Bürogebäuden liegt ein unbekanntes Land: eine großzügige, grüne und ungenutzte Brache. Bis vor ein paar Wochen führte nur ein ausgetretener Trampelpfad an leeren Plastikflaschen, Hundehäufchen und verstreuten Holzlatten vorbei. Jeden Tag liefen Anwohner_innen und Studierende an dem grünen Niemandsland vorbei ohne es zu bemerken.

In den letzten Wochen hat die Projektgruppe mehrere Events veranstaltet. Darunter ein Fußballturnier, ein Freilichtkino, eine Jamsession und wöchentliche Bauworkshops. Durch die Aktionen haben sich persönliche Verbindungen zwischen Bewohner_innen und Studierenden ergeben.

Ausserdem macht die Idee des Gemeinschaftsgartens in der Nachbarschaft nun Umlauf. In Gesprächen haben wir herausgefunden, dass die Bewohner_innen des Asylbewerberheims sich hier gerne zum Ballspielen oder Kaffee trinken treffen, ein paar Arbeitskolleg_innen kommen für Zigarette, Tratsch oder gemeinsamer Mittagessen zusammen und vereinzelt führen Anwohner_innen ihre Hunde aus oder betrachten das gespannt das Vorgehen auf der Fläche auf ihrem Heimweg.

Weitere Infos zum Bermuda Garten findest Du unter:
facebook.com/bermuda.garten

Bei Fragen schreib uns eine Mail an:
bermudagarten@kommenundbleiben.de­

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Pieces From Exile

Kaan Wafi, Syrischer Künstler in Berlin, veröffentlicht seine neue Platte und hat zusammen mit kommen & bleiben ein Booklet mit 12 Fotografien, Kalligrafien und Texten von Syrischen Künstler_innen produziert: Neben anderen auch Hussein Alazaat, Jaber Al Azmeh und Wiam Simav Bedirxan.

Die 25 siebgedruckten Cover zeigen 25 unterschiedliche Teile eines syrischen Kachel-Panels aus Damaskus, dessen Überreste sich heute im New Yorker Metropolitan Museum befinden.
Der Erlös aus dem Verkauf der auf 25 Stück limitierten Vinyls, Tapes und der digitalen Downloads geht zu 100% an die syrische zivile Rettungsorganisation The White Helmets.

Die Platten sollen, wie die Kacheln, ihren Weg durch die Welt gehen, um von Syrien zu berichten und Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Die Ausstellung läuft noch bis 31. Oktober 2015, geöffnet Mittwoch – Samstag 15 – 18 Uhr
Während der art berlin contemporary geöffnet am 16.9. 15 – 21 Uhr und 17.9. – 20.9. 12 – 18 Uhr
BOX Freiraum, Boxhagener Str. 95

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It’s Bigger Than

Auf der Fundraising Party für Moabit Hilft! werden in Kooperation mit It’s Bigger Than Plakate von Syrischen und Iranischen Künstlern verkauft. Je 50% der Einnahmen gehen an Moabit Hilft! und den jeweiligen Künstler.

Mit Arbeiten von Salam Al-Hassan, Houtan Ghazi, Mohammadi Khozad und Hassan Razgandhi.

Kontakt

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